Essen nicht vergessen!
Mangelernährung im Alter – weltweiter Aktionstag „Nutrition Day“ an den Kliniken Essen-Mitte
Am 10. November nimmt das Zentrum für Altersmedizin an den Kliniken Essen-Mitte zum zweiten Mal am Nutrition Day teil. Innerhalb dieser anonymen, inzwischen weltweiten Untersuchung wird über Fragebögen der Ernährungszustand von Patienten und Bewohnern sowie das Essensangebot in Krankenhäusern, Pflegeheimen und auf Intensivstationen erfasst. Begleitet wird die Aktion von Oberarzt Dr. Peter Willschrei. „Das Personal wird für die Thematik ‚Mangelernährung‘ bei Patien-ten auf den Stationen sensibilisiert, was dazu beiträgt, gefährdete Patienten frühzeitiger zu erken-nen und entsprechend zu handeln. Außerdem lässt sich die Qualität der Ernährungsversorgung durch einen Vergleich mit anderen Einrichtungen verbessern“, so der Ernährungsmediziner zu den Zielen der Befragung. Auf Basis der gesammelten Daten wird auch die Wechselwirkung zwischen Ernährung und Genesung sichtbar. In der Folge könnten zum Beispiel Initiativen für entsprechende Verbesserungen und Änderungen des Ernährungsangebotes in den Kliniken entwickelt werden, so Dr. Willschrei.
Mangelernährung im Alter
Die Problematik der Mangelernährung im Alter ist weit verbreitet – auch außerhalb klinischer und sozialer Einrichtungen. Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind mehr als die Hälfte aller Patienten über 65 Jahre bei einer Einlieferung ins Krankenhaus unter- oder man-gelernährt. Die Folgen sind Kraftlosigkeit, Gangstörungen und Sturzgefahr, Infektanfälligkeit und Wundheilungsstörungen. Angehörige und Pflegende erkennen den Zustand nicht nur an erheb-lichem Gewichtsverlust oder Zuweitwerden der Kleidung, sondern auch an eingefallener, fahler, trockener Haut, Blässe und Antriebsarmut.
Die Gründe für eine Mangelernährung sind vielfältig; es können der Verlust des Geschmackssinns und ein Nachlassen des Appetites sein – bedingt durch Alter, bestimmte Medikamente oder aber Trauer, Schmerzen und Depressionen. Vor allem alleinstehende Senioren verlieren oft auch die Lust am Kochen und Essen – hinzukommen häufig Kau- und Schluckbeschwerden sowie Probleme mit dem Gebiss. Die Lebensmittelbeschaffung gestaltet sich ebenfalls zunehmend schwieriger. So entsteht oftmals eine einseitige und unausgewogene Ernährung. Gegessen werden dann Lebens-mittel wie Weißbrot, Milchbrei oder Pudding. Was fehlt sind jedoch wichtige Vitamine, Eiweiße und Mineralstoffe.
Wie sollten sich ältere Menschen ernähren?
Ältere Menschen haben auf Grund eines verlangsamten Stoffwechsels und geringerer körperlicher Betätigung einen verringerten Energiebedarf. Trotzdem bleibt der Vitamin- und Mineralstoffanteil im Vergleich zu Jüngeren praktisch gleich oder ist sogar erhöht. Deshalb sind Lebensmittel zu empfehlen, die einen niedrigen Energiegehalt, aber gleichzeitig eine hohe Nährstoffdichte haben.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für ältere Menschen jeden Tag eine warme Mahlzeit, eine Portion Obst, Gemüse oder Salat, ein Glas Milch, Joghurt, Quark oder Käse, eine Scheibe Vollkornbrot, ein Stück mageres Fleisch oder Fisch, alternativ Eier. Außerdem sollten Seni-oren auf eine ausreichende tägliche Flüssigkeitsaufnahme achten; hier empfehlen sich insbeson-dere Kräuter- oder Früchtetees, Obstsäfte bzw. Saftschorlen. Auch wenn im Alter oftmals das Durstgefühl deutlich nachlässt, kann ein ausreichendes Trinken wieder zur Gewohnheit werden.
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