Rausch auf Rezept: Vorsicht bei Medikamenten am Steuer

Pressemeldung der Firma TÜV SÜD AG

Wer aufgrund einer Erkrankung temporär oder dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte bedenken, dass viele Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit einschränken. Insbesondere wenn verschiedene Präparate gleichzeitig eingenommen werden, kann es gefährlich werden. Ein Medikamentencocktail kann aufgrund nicht vorhersehbarer Wechselwirkungen zu einem nicht einschätzbaren Risiko werden und gefährdet sowohl den Fahrer als auch andere Teilnehmer im Straßenverkehr. Wer aber weiß, bei welchen Medikamenten Vorsicht geboten ist und sich dementsprechend verhält, ist auf der sicheren Seite.

Augentropfen

Pupillenerweiternde Augentropfen, wie sie beim Augenarzt oft verabreicht werden, können im Straßenverkehr gefährlich werden. Das Auge ist nach Aufnahme der Flüssigkeit für einige Stunden sehr lichtempfindlich und quasi blind, da die Umgebung wegen der starren Pupille nur unscharf abgebildet werden kann. Die Fahrtauglichkeit ist dadurch stark eingeschränkt, sodass für diesen Zeitraum darauf verzichtet werden sollte, sich ans Steuer zu setzen.

Beruhigungs- und Schlafmittel

Nach der Einnahme von Beruhigungs- und Schlafmitteln ist besondere Vorsicht geboten. Wie der Name bereits sagt, haben derartige Präparate eine sedierende, also stark beruhigende, Wirkung auf den Körper, die bei Einnahme am Abend vor allem bei älteren Menschen teilweise bis zum nächsten Morgen anhalten kann. Die Folgen sind eine eingeschränkte Leistungsbereitschaft mit Einbußen z.B. der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit. In diesen Situationen sollte das Auto in jedem Fall stehen gelassen werden. Die öffentlichen Verkehrsmittel oder sich fahren lassen sind dann sichere Möglichkeiten, vorwärts zu kommen.

Alkoholhaltige Medikamente Die meisten Grippe- und Erkältungssäfte sowie Hustentropfen und Immunstimulantien enthalten Alkohol, viele von ihnen sogar in solchen Mengen, die einem Stamperl Schnaps entsprechen. Durch die Wirkung des Alkohols auf einen krankheitsgeschwächten Körper vermindert sich das Leistungsvermögen mit allen Facetten wie Konzentrations- und Reaktionsvermögen zusätzlich. Außerdem kann sich dieser Effekt in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten potenzieren. Vom Autofahren ist in diesem Zustand dringend abzuraten.

Schmerzmittel

Je nach Präparat können Codein oder Morphin in Schmerzmitteln enthalten sein. Diese Wirkstoffe rufen häufig Müdigkeit und Benommenheit hervor, wodurch die Reaktionsleistungen und damit Fahrtüchtigkeit stark eingeschränkt wird. Wer Schmerzmittel jeglicher Art einnimmt, sollte die Packungsbeilage sorgfältig lesen und sich vom Arzt oder in der Apotheke beraten lassen. Auf Basis dieses Wissens sollte entschieden werden, ob das Auto genutzt oder stehen gelassen wird.

Vor allem wenn mehrere Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, empfiehlt es sich bei der Entscheidung über die Fahrtüchtigkeit stets den behandelnden Arzt zu fragen. Dieser kennt die Wechselwirkungen der Präparate und ihren Einfluss auf den Körper.



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