Deh: Leistungsausweitungen im Krankenhaus nicht allein mit demografischem Wandel erklärbar

AOK-Bundesverband warnt vor allzu offensichtlichem ökonomischen Kalkül im Krankenhaus

Pressemeldung der Firma AOK-Bundesverband GbR

Mit Skepsis blickt der AOK-Bundesverband auf die mitunter sehr starken Zuwachsraten bei Operationen. „Die deutschen Kliniken können offensichtlich nicht mehr garantieren, dass man ausschließlich aus medizinischen Gründen im Krankenhaus behandelt wird“, sagte der Geschäftsführende Vorstand Uwe Deh auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin. Der AOK-Bundesverband verweist auf Zahlen seines wissenschaftlichen Instituts (WIdO). Demnach ist die Zahl der Rücken-OPs in den Jahren 2005 bis 2011 zum Teil erheblich gestiegen. Besonders eklatant ist die Entwicklung beim Einsatz sogenannter Cages (Wirbelkörperversteifungen mit Metallkäfigen). Hier verzeichnet das WIdO ein Plus von 560 Prozent, von knapp zehn auf gut 62 OPs pro 100.000 Versicherte.

Stark gestiegen ist auch der Einsatz von Bandscheibenprothesen. Hier hat sich der Wert von 2005 bis 2009 von gut vier auf knapp acht OPs pro 100.000 Versicherte verdoppelt. Danach blieb er nahezu konstant hoch. „Wir haben eine Dynamik in den OP-Zahlen, die demografisch nicht zu erklären ist. Da scheinen ökonomische Gründe eine Rolle zu spielen. Davon müssen wir weg“, forderte Deh. „Wenn man ins Krankenhaus muss, dann wünscht man sich die beste Behandlung, um möglichst schnell gesund wieder raus zu kommen. Die AOK macht sich dafür stark, dass das so bleibt.“ Jede unnötige Operation hingegen erhöhe auch das gesundheitliche Risiko für den Patienten, ergänzte der AOK-Vorstand.



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